Jasmin Marschner. Powered by Blogger.

Feeling Good Looks Better

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Ich hatte eine wunderschöne Schwangerschaft. So wie ich es mir eigentlich nie erhofft hatte. Ich dachte, ich würde einer dieser Schwangeren werden, der dauernd schlecht ist, die sich ständig übergibt, Schmerzen hat, wenn das Baby tritt und sich später einnässt, wenn es auf die Blase drückt.
Doch es war das komplette Gegenteil. Einzig zwei Wochen lang zu Beginn der Schwangerschaft war ich sehr müde, sehr hungrig und mir wurde übel, wenn ich Hunger hatte - aber das konnte man ja einkalkulieren und überall Essen hin mitnehmen.

Ich passte bis zum 7. Monat in meine normale Kleidung - abgesehen von den Umstands-Jeans, die ich alleine aus Bequemlichkeit schon seit der 12. SSW trug. Wassereinlagerungen? Schmerzen? Übelkeit? Komische Heißhungerattacken? Bluthochdruck? Fehlanzeige. Ich las über bestimmte Komplikationen, die in der Schwangerschafts auftreten können. Mehrfach tauchte das Wort "Schwangerschaftsvergiftung" auf, aber war das was ernstes?
Ich hatte Bücher über "den Weg zu einer schönen Geburt", Öl für die Dammmassage, Heublumen für Sitzbäder und Himbeerblättertee. Alles für eine leichtere Geburt, sodass es ein unvergessliches, schönes Erlebnis werden würde. Einen Geburtsvorbereitungskurs hatten wir natürlich auch besucht. Ich fühlte mich also einigermaßen vorbereitet.

Eiweiß hatte ich die komplette Schwangerschaft über im Urin gehabt, aber das war alles im Normbereich. Fünf Wochen vor dem errechneten Geburtstermin hatte ich ein Gewicht von ca. 68 kg und damit eine Zunahme von insgesamt etwa 20 kg. Auch das war alles in Ordnung. Erstmalig hatte ich jedoch Ende Februar, vier Wochen vor ET, einen Blutdruck von 140/90, was bereits als Bluthochdruck gilt. Mein Arzt sagte es sei alles in Ordnung, aber er wollte, dass ich Zuhause selbst den Blutdruck kontrolliere und die Ergebnisse notiere.

Zuhause sah ich beim Blick in meinen Mutterpass, dass das Eiweiß im Urin wesentlich angestiegen war, um mehr als das Dreifache. Aber der Arzt hatte diesen Umstand nicht einmal kommentiert. Ich hatte inzwischen leichte Wassereinlagerungen, ein Zucken im rechten Auge und Magenschmerzen. Insgesamt ging es mir nicht mehr so blendend wie die vergangenen Monate der Schwangerschaft und das wusste mein Arzt. Er sagte gegen Ende sei es schonmal normal, sich nicht wohl zu fühlen. Das ist auch richtig, aber man bedenke meinen Blutdruck und das Eiweiß!

Eine Woche später hatte ich einen Termin zum CTG. Dem Baby ging es offenbar gut, aber mein Blutdruck war noch höher als zuvor. Ich sollte dennoch weiterhin Zuhause messen. Blutdrucksenker wollte er mir nicht geben und auch sonst wurden keine weiteren Untersuchungen angestrebt. Ich fragte meinen Arzt bzgl. seines anstehenden Urlaubs, zu welcher Vertretung ich gehen sollte und er sagte "Das besprechen wir nächste Woche, wenn das überhaupt nötig ist. Vielleicht haben Sie Ihr Kind dann ja schon!"

Am nächsten Tag, ein Mittwoch, hatte ich den ganzen Tag heftige Kopfschmerzen. Donnerstag Nacht um 00:30 Uhr machte ich mich fertig für die Fahrt ins Krankenhaus...
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Foto von unserer Hochzeit am 17.02.2018

Ihr kennt das bestimmt. Man hat schon ziemlich früh diese genaue Vorstellung davon, wie später einmal alles ablaufen soll, wenn man einen Partner gefunden hat und sesshaft werden möchte. Hauptsächlich wird einem die klassische Reihenfolge vorgelebt. Man lebt erst einige Jahre glücklich zusammen bis eines Tages natürlich der Mann den romantischen Antrag macht zu dem Frau nur JA sagen kann. Es wird ein Hochzeitstermin angesetzt und vielleicht auch ein Haus gekauft oder gemietet oder eventuell wird auch erst geheiratet und dann kommt das Haus. Bei diesem Punkt bin ich mir nicht ganz sicher ;-) Kurze Zeit nach der Hochzeit wird Frau schwanger und damit ist die klassische Reihenfolge eigentlich bereits erfüllt. Und es klingt so einfach. Und so ungefähr habe ich mir das mit Ende 20 auch noch vorgestellt.

Da war der langjährige Partner, das Mietshaus, dann der romantische Antrag, der Hochzeitstermin - und dann der große Knall. Auf einmal waren alle Wünsche und Träume, die ich für die Zukunft hatte wie vom Erdboden verschluckt.

Und wie ist es jetzt ziemlich genau 4 Jahre später?

Ich habe alles was ich wollte, nur in der "falschen" Reihenfolge, ziemlich chaotisch und doch genau richtig. Es gab keine romantische Verlobung im klassischen Sinne, das Haus ist ein Altbau, den ich früh in unserer Beziehung "für mich selbst" gekauft habe und in dem wir seitdem sanieren. Die Hochzeit fand kürzlich in hochschwangerem Zustand standesamtlich statt und zwar ganz allein und einfach mit anschließendem Essen zu zweit. Unser Kind wird geboren werden noch bevor unser Haus bezugsfertig ist (Altbauten sind aber auch jederzeit für eine Überrasschung gut :)) und ja, vieles davon habe ich mir so nicht vorgestellt. Weil es unüblich ist. Und manchmal anstrengend. Aber so ist das Leben. Es ist nicht alles bis ins letzte Detail planbar.

Unsere Eheringe & unser Stammbuch


Von der Gesellschaft wird uns so viel "vorgeschrieben" wie genau etwas zu laufen hat, damit es "richtig" ist. Von außen betrachtet ist es ja auch immer sehr leicht über andere zu urteilen. Man kann es eigentlich niemandem recht machen. Entweder man zieht zu früh zusammen, wird zu früh schwanger, heiratet zu früh oder man macht das alles zu spät. Oder oder oder...
Fakt ist: Es gibt kein richtig oder falsch. Jeder findet seinen eigenen Weg und manchmal ist das genau der Weg, den man vorher gar nicht einschlagen wollte oder zumindest nicht so. Außerdem kann man seine Meinung zu Dingen auch ändern, denn man entwickelt sich weiter. Allerdings kann man auch damit rechnen, dass manche Leute dies einem vorhalten werden nach dem Motto: "Aber du hast vor ein paar Monaten noch was ganz anderes gesagt!"

Auf die Nachricht, dass wir nur zu zweit ohne Familie und Freunde standesamtlich heiraten werden, gab es ebenfalls einige Kommentare. Es gibt zu dem Thema viele Ansichten. Ohne einen richtigen Antrag ist man z. B. gar nicht verlobt, habe ich gehört :) Wenn man sich alleine traut, aber anschließend mit der Familie essen gehen möchte, geht das nicht, wenn der Mann keinen richtigen Antrag gemacht hat, wurde mir ebenfalls erzählt.

So oder so ist es wichtig zu erkennen, dass jeder zu allem eine Meinung haben wird und diese höchstwahrscheinlich auch mitteilt. Dies spielt aber absolut keine Rolle, wenn man selbst mit dem eigenen Weg zufrieden ist oder zumindest weiß, dass es auch in Ordnung ist, wenn nicht alles "perfekt" ist. Gerade heutzutage wo man so viel Perfektionismus in den sozialen Medien sehen kann, ist es wichtig, sich hin und wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass die Menschen dort meist nur die Schokoladenseite ihres Lebens zeigen und ein Vergleich damit auf Dauer unglücklich machen kann.
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Hafen in Leer bei Nebel

Vor der Schwangerschaft war ich wirklich ziemlich lange nicht mehr richtig krank. Sonst neigte ich eigentlich jedes Jahr zu einer fiesen Entzündung im Hals, die ziemlich schmerzhaft war. Wenn ich mal merkte, dass sich eine Erkältung ankündigte, griff ich sofort zu Meditonsin - mein absolutes Lieblingsmittelchen, um einer möglichen Krankheit sofort vorzubeugen.

Seit dem 3. Monat der Schwangerschaft bin ich jedoch extrem anfällig geworden. Ich war seit September jeden Monat einige Tage krankgeschrieben, weil ich mit Erkältungssymptomen zu kämpfen hatte und mein Arzt meinte, ich soll lieber keine Medikamente einnehmen. Nicht mal Paracetamol, auch, wenn dies in der Schwangerschaft erlaubt sei, sollte ich wenn möglich darauf verzichten.

Deshalb möchte ich gerne erzählen, was mir dabei geholfen hat nicht total außer Gefecht gesetzt zu werden und wie ich ganz ohne Medikamente durch diese Zeit gekommen bin.

Warmes Salzwasser
Diesen Tipp habe ich schon vor Jahren in Bayern von meiner damaligen Hausärztin bekommen und ich muss zugeben, nur selten angewendet. Mit warmem Salzwasser zu gurgeln ist nicht gerade lecker, aber äußerst effektiv. Es tötet Bakterien und lindert damit die Symptome und hilft schneller von den Halsschmerzen befreit zu werden. Als ich merkte, dass sich etwas anbahnt habe ich Abends vorm Schlafen direkt damit angefangen und mit einem großen Glas Salzwasser gegurgelt bis es leer war. Ich bin sicher hätte ich das nicht gemacht, hätte ich am nächsten morgen fiese Halsschmerzen gehabt, aber so konnte ich das ganze sogar noch vorher abfangen.

Salbei BonBons - oder Tee
Ich habe zwar nun schon mehrfach gelesen, dass Salbei in der Schwangerschaft zu vorzeitigen Wehen führen kann, aber ich habe während meiner Erkältungsphase Salbei BonBons zu mir genommen und mir war eine Problematik zu dem Zeitpunkt auch nicht bekannt. Anscheinend ist dafür allerdings auch eine große Menge nötig. Im Zweifel fragt ihr vielleicht besser euren Arzt. Ansonsten kann ich nur sagen, dass Salbei mir sehr geholfen hat. Mit Salbei Tee kann abgesehen vom Salzwasser auch sehr gut gurgeln und damit ist zugleich sichergestellt, dass man nicht wirklich viel Salbei tatsächlich zu sich nimmt.

Vitamin C-Drinks
Ich bin ein großer Fan von Heißgetränken wie heißer Zitrone, heißer Holunder oder Cranberry, die mit Vitamin C und auch oft mit Zink angereichert sind. Ich habe jeden Tag davon 1 Tasse getrunken. Das war nicht nur lecker, sondern hat mir meiner Meinung nach auch geholfen die Erkältungsphase vergleichsweise gut zu überstehen.

Nasendusche
Bis vor kurzem habe ich die Anwendung einer Nasendusche nicht mal in Erwägung gezogen und eigentlich weiß ich gar nicht wieso. Es ist großartig. Ich finde, das schlimmste Gefühl bei einer ordentlichen Erkältung kommt immer daher, dass sich die eigene Nase doppelt so groß anfühlt, wund gerieben ist vom vielen Nase putzen und man einfach keine Luft bekommt. Die Nasendusche hat mir jedes Mal so viel Erleichterung gebracht und hat definitiv dazu beigetragen, den Schnupfen schneller wieder loszuwerden.

Nasenpflaster
Wer selbst schnarcht oder neben jemandem schläft, der es tut, kennt diese Nasenpflaster aus der Apotheke vielleicht. Vor ca. 2 Jahren hatte ich während einer Erkältung die Idee: Wenn Nasenpflaster die Nasenflügel erweitern, dann müssten sie doch auch bei einer verstopften Nase das Atmen erleichtern? Richtig. Ich benutze diesen Trick seitdem gerne, wenn ich erkältet bin. Besonders nachts ist es eine riesige Erleichterung und ich habe das Gefühl, dass die Schleimhäute dadurch wesentlich schneller heilen und der Schnupfen daher auch eher wieder verschwindet.

Labello auf der Nase?
Nunja, es muss nicht unbedingt Labello sein, sondern jeder klare Pflegestift aus der Drogerie ist nicht nur für die Lippen gut, sondern auch für ein verschnupftes Näschen. Diesen Trick kenne ich schon seit meiner Kindheit durch meine älteste Schwester und habe ihn immer fleißig an Freundinnen weiter gegeben, auch, wenn ich komische Blicke ernte. Ein Pflegestift ist handlich und daher gut für unterwegs und man kann vor und nach jedem Naseputzen durch das Auftragen dafür sorgen, dass die Haut an der Nase nicht zu sehr strapaziert wird.

Ruhe und viel Schlaf
Üblicherweise bleibe ich nicht wegen jedem kleinsten Nieser Zuhause und gehe zum Arzt, aber in der Schwangerschaft habe ich wirklich darauf geachtet, auf meinen Körper zu hören und im Zweifel besser Zuhause im Bett zu bleiben, als mich ins Büro zu quälen. Ich dachte mir, lieber eine kleine Erkältung sofort auskurieren, solange sie noch erträglich ist, statt es auszureizen und am Ende völlig fertig zu sein. Das wollte ich mir und dem Baby auf keinen Fall zumuten und bin damit sehr gut gefahren, auch, wenn meine Fehltage in der Schwangerschaft dadurch wesentlich höher waren, als es sonst bei mir der Fall ist.

Ich hoffe, ihr kommt noch gesund durch die kalte Jahreszeit und, wenn ihr noch weitere Tipps & Tricks habt, lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!
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