Jasmin Marschner. Powered by Blogger.

Feeling Good Looks Better

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Das war etwas weniger als 3 Wochen vor der Geburt.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich Wassereinlagerungen bekommen.

"Können wir das nicht machen, wenn ich schon schlafe?", habe ich gefragt, weil schon während der Schwangerschaft meine größte Sorge bzgl. der Geburt ein möglicher Blasenkatheter war! Leider verneinte der Pfleger meine Frage. Ich legte mich in das Bett und schon ging es los Richtung OP. Meine Mutter blieb zurück und durfte nicht mitkommen.

Auf dem Weg wurde ich gefragt wo der Vater des Kindes sei. Ich sagte "Der ist noch 6,5 Stunden entfernt und muss jetzt erst noch hierher fahren." Ich musste noch erklären warum und wieso und als ich sagte er sei Soldat bei der Luftwaffe, fingen die Herren an zu scherzen. "Kann er kein Flugzeug nehmen oder einen Heli? Das geht doch schneller!"

An sich hatte ich zu dem Zeitpunkt überhaupt keine Angst vor dem Kaiserschnitt. Während mich sonst der Gedanke daran richtig gegruselt hat, hatte ich nur noch den Gedanken, dass sie sich beeilen sollen unser Baby zu holen. Sie hatte schon seit einer Weile nicht mehr getreten und ich hatte Angst, dass es ihr nicht gut geht oder, dass sie vielleicht schon nicht mehr atmet.

Der erste Raum in den wir kamen erinnerte mich irgendwie an ein Schlachthaus. Alles war aus Stahl soweit ich mich erinnern kann. Ich sollte vom Bett aus auf eine Oberfläche rutschen und von dort weiter auf den OP Tisch. Ich glaube zumindest, dass der eigentliche OP Raum nicht der gleiche Raum war, sondern ich dort hin durch eine Tür geschoben wurde.
Dort warteten schon mehrere Personen, die mich alle freundlich grüßten. Es war hell. An den Anästhesisten erinnere ich mich besonders gern. Er war zuvor schon in der Aufnahme gewesen und hatte mit mir über die Vollnarkose gesprochen. "Ich passe die ganze Zeit auf Sie auf. Wenn ein LKW auf Sie zurollt, ziehe ich sie weg.", hatte er gesagt. Und tatsächlich hatte ich in dem Moment nicht den geringsten Zweifel daran.

Alle im OP waren super nett und ich wurde immer darüber informiert was passiert. Zuerst wurde mir ein Tuch vors Gesicht gehängt, dann wurde mir der Blasenkatheter gelegt. Ich weiß gar nicht, ob das der Arzt gemacht hat oder ein Assistent, aber es war absolut überhaupt nicht schlimm. "Jetzt wird es etwas kalt", hat er gesagt. Ich spürte einen relativ starken Druck. Durch diesen Druck und die Kälte des Desinfektionsmittels habe ich kaum gemerkt als der Katheter gelegt wurde.

Danach wurde mein Bauchbereich desinfiziert. Ich glaube, dass mir dann ein Mittel über meinen Zugang verabreicht wurde und dann bekam ich eine Maske auf. "Wir sind die ganze Zeit bei Ihnen. Atmen Sie tief ein und wieder aus. Genau. Sie machen das ganz toll.", sagte der Anästhesist zu mir. Ich hoffte so sehr, dass Leonie gesund und munter sein würde. Was, wenn sie tot zur Welt kommt? Was, wenn ich nicht mehr aufwache? Das letzte, dass ich zu meinem Mann gesagt hatte, war etwas wie "wir sehen uns heute Mittag"...

Was, wenn nicht?
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Hier war ich in der 23. SSW

Bevor ich in der Nacht des 8. März um 00:30 Uhr anfing mich für einen Besuch im Krankenhaus fertig zu machen, hatte ich Abends noch spät etwas gegegessen gegen 21 Uhr - nur eine Nudelsuppe, da ich wegen der schlimmen Kopfschmerzen den ganzen Tag nicht richtig gegessen hatte.

Danach wollte ich schlafen gehen, denn ich war sehr müde. Etwa eine halbe Stunde später bekam ich Magenschmerzen, krampfartig. Ähnlich wie die, die ich schon am Montag gehabt hatte. Etwas übel war mir auch. Ich dachte, dass ich vermutlich zu viel gegessen hatte, denn durch das Baby hatte mein Magen einfach nicht mehr so viel Platz. Ich musste mich übergeben, aber dabei kam fast überhaupt nichts raus, für die Menge, die ich kurz vorher erst gegessen hatte. Ich machte mir einen Kräutertee, der mir sonst immer bei Magenproblemen hilft.

Zu den Magenschmerzen kamen heftige Rückenschmerzen und ehe ich mich versah schmerzte der gesamte Bauch- und Rückenbereich. Von oben nach unten, von links nach rechts. Einfach überall. Ich konnte nicht liegen, weil es höllisch weh tat und sitzen ging auch nicht. Atmen? Ich atmete so flach, es fühlte sich an als hätten meine Lungen kein Volumen mehr. Ich versuchte mehrfach tiefer einzuatmen, aber es ging nicht.

Etwa zwei Stunden lief ich mit einem Kirschkernkissen auf und ab in der Hoffnung, dass es weg gehen würde. Zu Anfang habe ich gedacht es könnten Wehen sein, aber diese kommen und gehen - dieser Schmerz blieb und ich hatte solche Schmerzen noch nie vorher gehabt. Also, ab ins Krankenhaus.

Dort angekommen mussten erst einige Formalien geklärt werden. Die Hebamme setzte meine Mutter und mich in den Aufnahmeraum und dort saßen wir kurz bis sie mich bat eine Urinprobe abzugeben. Das war kaum möglich, da kam fast nichts. Das ist ggf. normal, je nachdem wann man zuletzt auf Toilette war, aber in meinem Fall war es nicht gut. Kurz darauf musste ich mich ins Bett legen für das CTG. Richtig! Ich konnte vor Schmerzen eigentlich nicht liegen und so lag ich da und japste fast nach Luft. Ich konnte im Liegen noch viel weniger atmen als im Stehen.

Dem Baby ging es offenbar gut, aber mein Blutdruck war erhöht. Was eine Überraschung! #Ironie Ich kann mich an den Wert gar nicht mehr erinnern, aber der Wert der letzten Blutdruckmessung an dem Tag lag bei 175/100 oder so ähnlich.

Es kam ein relativ junger Arzt, der ein Ultraschall machte und ich denke so ziemlich alles überprüfte, was man nur überprüfen kann. Seltsamerweise konnte ich auf der flachen, harten Liege schmerzfrei liegen. Inzwischen war es ca. 4 Uhr morgens und ich war müde und seit Stunden von Schmerzen geplagt. Als ich da lag und urplötzlich keinerlei Schmerzen mehr spürte, schlief ich während des Ultraschalls fast ein. Auch da sah es aus, als sei mit dem Baby alles in Ordnung. Leonie wurde auf 2.600 Gramm geschätzt und ihre Versorgung schien gut.

Nach dem Ultraschall wurde mir ein Zugang gelegt und Blut abgenommen. Dann ging es wieder zurück zum CTG und Blutdruck messen. Mein Blutdruck wurde immer höher. Der Arzt stand neben der Hebamme, schaute sich das CTG an und fragte nach der Urinprobe. Das Eiweiß war dreifach erhöht. Der Arzt sagte sowas wie: "Na dann ist es ja klar. HELLP." Er meinte das in Bezug auf die Kombination des hohen Blutdrucks und erhöhtem Eiweiß im Urin. Und ich hatte darüber gelesen. Aber in dem Moment war mir nicht bewusst, was HELLP Syndrom eigentlich bedeutete. Ich wusste nur es war eine Schwangerschaftsvergiftung und, dass es die Versorgung des Babys stört. Aber diese hatten wir überprüft, also war doch alles gut, oder?

Plötzlich kam die Hebamme mit einem Medikament, das den Blutdruck senken sollte. Es war eine Kapsel, die ich zerbeissen, den Inhalt etwas im Mund behalten und dann schlucken sollte. Die Kapsel selbst spuckte ich wieder aus. Wie ich hinterher erfahren habe war dies ein Notfallmedikament: Nitro. Es wirkt zudem krampflösend und daher hatte ich innerhalb kurzer Zeit keine Schmerzen mehr. Der Himmel auf Erden.

Zumindest bis der Arzt gegen 4.30 Uhr herein kam und mir erklärte, dass die ersten Blutergebnisse tatsächlich darauf schließen würden, dass ich das HELLP Syndrom hätte. "Ich warte noch auf die letzte Bestätigung durch die Blutergebnisse, aber zu 90% müssen wir einen Kaiserschnitt machen."
"Und wann ist dann der Termin?", fragte meine Mutter.
"Wenn dann jetzt.", antwortete der Arzt.

Meine Mutter und ich blickten uns an. Mein Mann befand sich zu dem Zeitpunkt 6,5 Stunden weit entfernt und genau vor dieser Situation hatte ich mich so gefürchtet. Ich wartete auf die entgültigen Ergebnisse, die sicher machten, dass wir quasi sofort per Kaiserschnitt entbinden würden und dann rief ich ihn um kurz vor 5 Uhr an. Er machte sich sofort auf den Weg. Auch nichts-ahnend was das HELLP Syndrom eigentlich ist.

Als sicher war, dass ein Kaiserschnitt gemacht werden muss, ging mein Blutdruck nur noch höher, weil ich mich aufregte. Zudem fing ich an mich zu übergeben. Währenddessen stand der Arzt mit Papieren neben mir, die ich dringend unterschreiben musste. Ja, ernsthaft - während ich mir die Kotztüte vor das Gesicht hielt, sagte er mir ich müsste das dringend unterzeichnen. Nunja, ich verstehe es. Er machte auch nur seinen Job und auch, wenn es uns noch einigermaßen gut ging, konnte sich das jederzeit ändern. Es war also schon etwas Eile geboten.

In meiner Erinnerung ging irgendwie alles so schnell. Ich bekam das Hemd angezogen und wurde gebeten mich in ein Bett zu legen, mit dem ich direkt in den OP geschoben wurde. Tatsächlich wurde unsere Tochter um 6:24 Uhr geboren und gute 1,5 Stunden zuvor hatte ich meinen Mann über den bevorstehenden Kaiserschnitt informiert. Wo genau diese Zeit geblieben ist, weiß ich gar nicht. Gefühlt ging alles unheimlich schnell.
Und als ich mich in das Bett legte um in den OP zu fahren, war meine allergrößte Sorge, dass sie mir gleich einen Blasenkatheter legen würden...
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Ich hatte eine wunderschöne Schwangerschaft. So wie ich es mir eigentlich nie erhofft hatte. Ich dachte, ich würde einer dieser Schwangeren werden, der dauernd schlecht ist, die sich ständig übergibt, Schmerzen hat, wenn das Baby tritt und sich später einnässt, wenn es auf die Blase drückt.
Doch es war das komplette Gegenteil. Einzig zwei Wochen lang zu Beginn der Schwangerschaft war ich sehr müde, sehr hungrig und mir wurde übel, wenn ich Hunger hatte - aber das konnte man ja einkalkulieren und überall Essen hin mitnehmen.

Ich passte bis zum 7. Monat in meine normale Kleidung - abgesehen von den Umstands-Jeans, die ich alleine aus Bequemlichkeit schon seit der 12. SSW trug. Wassereinlagerungen? Schmerzen? Übelkeit? Komische Heißhungerattacken? Bluthochdruck? Fehlanzeige. Ich las über bestimmte Komplikationen, die in der Schwangerschafts auftreten können. Mehrfach tauchte das Wort "Schwangerschaftsvergiftung" auf, aber war das was ernstes?
Ich hatte Bücher über "den Weg zu einer schönen Geburt", Öl für die Dammmassage, Heublumen für Sitzbäder und Himbeerblättertee. Alles für eine leichtere Geburt, sodass es ein unvergessliches, schönes Erlebnis werden würde. Einen Geburtsvorbereitungskurs hatten wir natürlich auch besucht. Ich fühlte mich also einigermaßen vorbereitet.

Eiweiß hatte ich die komplette Schwangerschaft über im Urin gehabt, aber das war alles im Normbereich. Fünf Wochen vor dem errechneten Geburtstermin hatte ich ein Gewicht von ca. 68 kg und damit eine Zunahme von insgesamt etwa 20 kg. Auch das war alles in Ordnung. Erstmalig hatte ich jedoch Ende Februar, vier Wochen vor ET, einen Blutdruck von 140/90, was bereits als Bluthochdruck gilt. Mein Arzt sagte es sei alles in Ordnung, aber er wollte, dass ich Zuhause selbst den Blutdruck kontrolliere und die Ergebnisse notiere.

Zuhause sah ich beim Blick in meinen Mutterpass, dass das Eiweiß im Urin wesentlich angestiegen war, um mehr als das Dreifache. Aber der Arzt hatte diesen Umstand nicht einmal kommentiert. Ich hatte inzwischen leichte Wassereinlagerungen, ein Zucken im rechten Auge und Magenschmerzen. Insgesamt ging es mir nicht mehr so blendend wie die vergangenen Monate der Schwangerschaft und das wusste mein Arzt. Er sagte gegen Ende sei es schonmal normal, sich nicht wohl zu fühlen. Das ist auch richtig, aber man bedenke meinen Blutdruck und das Eiweiß!

Eine Woche später hatte ich einen Termin zum CTG. Dem Baby ging es offenbar gut, aber mein Blutdruck war noch höher als zuvor. Ich sollte dennoch weiterhin Zuhause messen. Blutdrucksenker wollte er mir nicht geben und auch sonst wurden keine weiteren Untersuchungen angestrebt. Ich fragte meinen Arzt bzgl. seines anstehenden Urlaubs, zu welcher Vertretung ich gehen sollte und er sagte "Das besprechen wir nächste Woche, wenn das überhaupt nötig ist. Vielleicht haben Sie Ihr Kind dann ja schon!"

Am nächsten Tag, ein Mittwoch, hatte ich den ganzen Tag heftige Kopfschmerzen. Donnerstag Nacht um 00:30 Uhr machte ich mich fertig für die Fahrt ins Krankenhaus...
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Hafen in Leer bei Nebel

Vor der Schwangerschaft war ich wirklich ziemlich lange nicht mehr richtig krank. Sonst neigte ich eigentlich jedes Jahr zu einer fiesen Entzündung im Hals, die ziemlich schmerzhaft war. Wenn ich mal merkte, dass sich eine Erkältung ankündigte, griff ich sofort zu Meditonsin - mein absolutes Lieblingsmittelchen, um einer möglichen Krankheit sofort vorzubeugen.

Seit dem 3. Monat der Schwangerschaft bin ich jedoch extrem anfällig geworden. Ich war seit September jeden Monat einige Tage krankgeschrieben, weil ich mit Erkältungssymptomen zu kämpfen hatte und mein Arzt meinte, ich soll lieber keine Medikamente einnehmen. Nicht mal Paracetamol, auch, wenn dies in der Schwangerschaft erlaubt sei, sollte ich wenn möglich darauf verzichten.

Deshalb möchte ich gerne erzählen, was mir dabei geholfen hat nicht total außer Gefecht gesetzt zu werden und wie ich ganz ohne Medikamente durch diese Zeit gekommen bin.

Warmes Salzwasser
Diesen Tipp habe ich schon vor Jahren in Bayern von meiner damaligen Hausärztin bekommen und ich muss zugeben, nur selten angewendet. Mit warmem Salzwasser zu gurgeln ist nicht gerade lecker, aber äußerst effektiv. Es tötet Bakterien und lindert damit die Symptome und hilft schneller von den Halsschmerzen befreit zu werden. Als ich merkte, dass sich etwas anbahnt habe ich Abends vorm Schlafen direkt damit angefangen und mit einem großen Glas Salzwasser gegurgelt bis es leer war. Ich bin sicher hätte ich das nicht gemacht, hätte ich am nächsten morgen fiese Halsschmerzen gehabt, aber so konnte ich das ganze sogar noch vorher abfangen.

Salbei BonBons - oder Tee
Ich habe zwar nun schon mehrfach gelesen, dass Salbei in der Schwangerschaft zu vorzeitigen Wehen führen kann, aber ich habe während meiner Erkältungsphase Salbei BonBons zu mir genommen und mir war eine Problematik zu dem Zeitpunkt auch nicht bekannt. Anscheinend ist dafür allerdings auch eine große Menge nötig. Im Zweifel fragt ihr vielleicht besser euren Arzt. Ansonsten kann ich nur sagen, dass Salbei mir sehr geholfen hat. Mit Salbei Tee kann abgesehen vom Salzwasser auch sehr gut gurgeln und damit ist zugleich sichergestellt, dass man nicht wirklich viel Salbei tatsächlich zu sich nimmt.

Vitamin C-Drinks
Ich bin ein großer Fan von Heißgetränken wie heißer Zitrone, heißer Holunder oder Cranberry, die mit Vitamin C und auch oft mit Zink angereichert sind. Ich habe jeden Tag davon 1 Tasse getrunken. Das war nicht nur lecker, sondern hat mir meiner Meinung nach auch geholfen die Erkältungsphase vergleichsweise gut zu überstehen.

Nasendusche
Bis vor kurzem habe ich die Anwendung einer Nasendusche nicht mal in Erwägung gezogen und eigentlich weiß ich gar nicht wieso. Es ist großartig. Ich finde, das schlimmste Gefühl bei einer ordentlichen Erkältung kommt immer daher, dass sich die eigene Nase doppelt so groß anfühlt, wund gerieben ist vom vielen Nase putzen und man einfach keine Luft bekommt. Die Nasendusche hat mir jedes Mal so viel Erleichterung gebracht und hat definitiv dazu beigetragen, den Schnupfen schneller wieder loszuwerden.

Nasenpflaster
Wer selbst schnarcht oder neben jemandem schläft, der es tut, kennt diese Nasenpflaster aus der Apotheke vielleicht. Vor ca. 2 Jahren hatte ich während einer Erkältung die Idee: Wenn Nasenpflaster die Nasenflügel erweitern, dann müssten sie doch auch bei einer verstopften Nase das Atmen erleichtern? Richtig. Ich benutze diesen Trick seitdem gerne, wenn ich erkältet bin. Besonders nachts ist es eine riesige Erleichterung und ich habe das Gefühl, dass die Schleimhäute dadurch wesentlich schneller heilen und der Schnupfen daher auch eher wieder verschwindet.

Labello auf der Nase?
Nunja, es muss nicht unbedingt Labello sein, sondern jeder klare Pflegestift aus der Drogerie ist nicht nur für die Lippen gut, sondern auch für ein verschnupftes Näschen. Diesen Trick kenne ich schon seit meiner Kindheit durch meine älteste Schwester und habe ihn immer fleißig an Freundinnen weiter gegeben, auch, wenn ich komische Blicke ernte. Ein Pflegestift ist handlich und daher gut für unterwegs und man kann vor und nach jedem Naseputzen durch das Auftragen dafür sorgen, dass die Haut an der Nase nicht zu sehr strapaziert wird.

Ruhe und viel Schlaf
Üblicherweise bleibe ich nicht wegen jedem kleinsten Nieser Zuhause und gehe zum Arzt, aber in der Schwangerschaft habe ich wirklich darauf geachtet, auf meinen Körper zu hören und im Zweifel besser Zuhause im Bett zu bleiben, als mich ins Büro zu quälen. Ich dachte mir, lieber eine kleine Erkältung sofort auskurieren, solange sie noch erträglich ist, statt es auszureizen und am Ende völlig fertig zu sein. Das wollte ich mir und dem Baby auf keinen Fall zumuten und bin damit sehr gut gefahren, auch, wenn meine Fehltage in der Schwangerschaft dadurch wesentlich höher waren, als es sonst bei mir der Fall ist.

Ich hoffe, ihr kommt noch gesund durch die kalte Jahreszeit und, wenn ihr noch weitere Tipps & Tricks habt, lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!
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Außenstehende, die entweder noch nie schwanger waren oder einfach andere Symptome hatten, mögen vielleicht denken, es ist Einbildung, wenn man schon in der Frühschwangerschaft über so manche Dinge klagt. Für viele Frauen ist aber auch gerade die Frühschwangerschaft auf Grund von Übelkeit & Co. die unangenehmere Zeit der Schwangerschaft.

Ich muss sagen, ich hatte nicht wirklich mit schlimmer Übelkeit, Abneigungen gegen Gerüche oder sonstigem zutun und ich schätze mich sehr glücklich dafür. Aber einige Veränderungen sind mir dann doch aufgefallen, die den Alltag hier und da etwas anstrengender machen können - ggf. auch für die Mitmenschen :)

Plötzlich sieht man aus, als wäre man im 6. Monat...
Besonders nach dem Essen, kam ich mir vor als würde ich gleich platzen und dabei war es völlig egal, was ich gegessen hatte. Getränke mit Kohlensäure, selbst Mineralwasser, war gestrichen. Sehr hinreißend fand ich den Tipp im Internet, man soll sich auch an der Arbeitsstelle einfach einen Ort suchen, an dem man sich "Luft machen" kann. Wenn das mal in der Praxis so einfach wäre ... Generell war das dauernde Aufstoßen aber auch sehr unangenehm, wenn ich Zuhause war, jedoch leider nötig, da die überschüssige Luft im Bauch auch zu Übelkeit führen kann.

Betäubende Müdigkeit. Produktivität null.
Wenn ich nicht zu der Zeit 2 Wochen Urlaub gehabt hätte, ich wüsste nicht wie ich in dem Zustand hätte einen 9 Std. Arbeitstag überstehen sollen. Ich war noch nie in meinem Leben so müde gewesen. Obwohl ich ausschlief, war ich nach dem Frühstück eigentlich schon wieder müde. Wenn man es genau nimmt, habe ich viele Tage meines Urlaubs verschlafen. Ich konnte einfach nichts dagegen tun.

Schlafende Beine...und schlafen überhaupt
Ich hatte noch nie zuvor in meinem Leben solche Beschwerden, aber wann immer ich mich ins Bett lege, schläft früher oder später mein links Bein ein. Immer nur das linke und immer nur der Oberschenkelbereich. Die Haut kribbelt und man kann so echt nicht einschlafen. Was hilft? Ich habe mir ein Beinkissen bei Amazon bestellt, das mir seitdem großartige Dienste leistet und gleich ein zweites Mal für meinen Freund bestellt wurde, denn wer legt nicht gerne mal die Füße hoch?
Aber Schlafen generell wird mit Fortschreiten der Schwangerschaft ein zuweil interessantes Unterfangen. Manchmal liege ich wach und kann nicht einschlafen. Auf welche Seite drehe ich mich jetzt? Auf dem Rücken liegen soll man schon ab der 12. SSW nicht mehr, aber das war vorher meine Schlafposition. Liege ich auf der rechten Seite, liegt mein Bauch irgendwie unbequem. Also habe ich mich mit der linken Seite angefreundet. Bald werde ich meinen Bauch jedoch irgendwo ablegen müssen, um bequem schlafen zu können :)


Der Sicherheitsgurt drückt unangenehm...
und ist zudem auch noch unsicher, falls man einen Unfall haben sollte und der Gurt direkt auf den Bauch drückt. Ich habe ein bisschen nach Möglichkeiten recherchiert und eine wie ich finde sehr einfache Variante gefunden, dieses Problem zu lösen. Ebenfalls bei Amazon ergattert, ist der Sicherheitsgurt für Schwangere innerhalb weniger Tage bei mir eingetroffen. Was mir daran besonders gefällt, ist, dass er leicht anzubringen ist und man ihn dementsprechend unkompliziert von einem Auto in ein anderes mitnehmen kann. Es ist eine flache Sitzfläche, die auf den Autositz gelegt und hinter dem Sitz festgeschnallt wird. Der normale Sicherheitsgurt, der auf dem Bauch liegen würde wird durch eine Schnalle mit Klett- und Knopfverschluss unter dem Babybauch gehalten.

Hunger?
Was ich nicht geglaubt hätte, ist wie viel Hunger ich auf Fleisch bekommen würde, obwohl ich vor längerem Fleisch aus meiner Ernährung gestrichen habe und zum Großteil sogar vegan esse. Fand ich vorher Fleisch immer mehr eklig als lecker, dachte ich auf einmal an Bratwurst mit Senf, gegrillte Hähnchen und Spaghetti Bolognese mit Hackfleisch. Ich muss ganz ehrlich sagen, ganz drüber hinweg bin ich immer noch nicht. Habe ich nachgegeben? Ich muss leider gestehen ja...zweimal. Beim ersten Mal war es ein Leberkäs-Brötchen mit Senf, was mir schmeckte, aber wenn man so lange kein Fleisch gegessen hat, war mir währenddessen doch bewusst, dass es eigentlich nicht das Fleisch an sich ist, dessen Geschmack ich gerade vermisse. Einige Zeit später aß ich ein halbes Hähnchen bzw. einen Teil davon und fragte mich danach warum überhaupt. Zudem hatte ich ein schlechtes Gewissen. Allerdings auch dort die Erkenntnis: das beste daran war das Hähnchengewürz. Ich kann einer Gemüsepfanne mit Reis mehr Geschmack abgewinnen. Trotzdem rechne ich damit, dass ich hin und wieder Heißhunger haben werde, auf etwas, das ich sonst nicht esse. Was für mich eine sehr gute Alternative ist, ist die vegane Leberwurst von Berief. Ähnliche Produkte gibt es auch bei Amazon.
Achja, und am besten immer einen Snack bereit halten, denn der Hunger kommt zumindest bei mir jetzt plötzlich und erinnert mich immer wieder an den Spruch "Du bist nicht du, wenn du hungrig bist." Gib' mir in dem Moment etwas zu essen und alles ist wieder gut.

Träume.
Und während ich hier sitze und mir vorgenommen habe, heute produktiv zu sein, werde ich müde und es ist offenbar Zeit für meinen Mittagsschlaf, den ich eigentlich immer mache, wenn ich Zuhause bin. Kira leistet mir dabei meist Gesellschaft. Sie träumt vermutlich davon, wie sie Kaninchen jagt. Ich hingegen träume nur noch völlig verwirrtes Zeug. Dinge, die man anderen nicht mal erzählen möchte, weil sie so skurril sind. Alles ist durcheinander gewürfelt: Zeiten, Orte, Personen. Nichts passt zusammen und ist teilweise beängstigend. In einem Traum habe ich so bitterlich geweint und war völlig aufgelöst, dass es wirklich realistisch wirkte. Ich habe jedoch überall von merkwürdigen und gruseligen Träumen in der Schwangerschaft gelesen. Also scheint das wohl normal zu sein :)

Angst, etwas falsch zu machen...
Noch nie zuvor habe ich so viel darüber gelesen, welche Nährstoffe ich in welcher Menge am besten zu mir nehmen sollte und noch nie zuvor habe ich dazu so viele verschiedene Meinungen gehört. Ich hatte eine Weile wirklich das Gefühl, nichts von dem was ich zu mir nehme, reicht annähernd aus, um damit das Baby gut zu versorgen. Da hilft im Zweifel nur mit dem Arzt sprechen. Dieser hat mir gesagt die Blutwerte sind gut, auch der Eisenwert, und deshalb sind weitere Ergänzungsmittel neben der Folsäure nicht nötig. 

Mit welchen Erfahrungen könnt ihr euch identifizieren? War vielleicht irgendetwas völlig anders als bei mir?
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Unser Baby in der 12. SSW
Ihr kennt das ja...man redet immer von "wenn ich einmal Kinder habe..." und gedanklich ist dieser Zeitpunkt noch enorm weit weg. Man kann sich nicht mal annähernd vorstellen, wie es wirklich ist, Mutter oder Vater zu sein. Alles was man sagt oder denkt, wie man sich tatsächlich fühlen könnte, ist reine Spekulation.

Hätte mir jemand vor einer Weile gesagt, dass ich im März 2018 Mutter werde, hätte ich dies mit vernünftigen Argumenten abgestritten: unser Haus ist noch nicht fertig - ich bekomme gerade erst eine Festanstellung nach 2 Jahren Leiharbeit - ich weiß gar nicht, ob wir uns das überhaupt leisten können - wir wohnen noch nicht einmal zusammen usw.
Das alles trifft 100% zu und trotzdem bin ich jetzt fast im 5. Monat schwanger. Wie das passieren konnte? Ich könnte jetzt weit ausholen und erklären, warum ich z. B. die Pille schon seit einer ganzen Weile nicht mehr nehme und auf hormonelle Verhütung ganz verzichtet habe, aber über dieses Thema spreche ich wohl lieber separat in einem anderen Post.

Fakt ist, wenn man mehr oder minder "ungeplant" schwanger wird (ich glaube eigentlich nicht an richtige "Unfälle" - und das Wort mag ich auch nicht), steht man plötzlich vor so vielen Fragen, besonders, wenn das eigene Leben gerade etwas chaotischer ist, als man es sich für seine Schwangerschaft eigentlich gewünscht hätte. Wer wird schon gerne in der Probezeit schwanger oder saniert während der Schwangerschaft noch ein Haus?

Obwohl ich schon vor meiner ausbleibenden Periode, im Gefühl hatte schwanger zu sein, war ich beim positiven Testergebnis Zuhause erst alles andere als himmelhochjauchzend. Ich bin zwar ein sehr optimistischer Mensch, aber ich fragte mich einfach "Bekommen wir das hin? Und wie?"
Vor ein paar Monaten noch, habe ich einen Post über die biologische Uhr der Frau verfasst und den Zeitdruck, der auf uns Frauen lastet und jetzt bin ich diejenige, wegen der andere Frauen ähnlichen Alters neben mir fast mitleidig angesehen werden und Worte hören wie "Jetzt fehlst nur noch du".

Mittlerweile freuen wir uns, ich fiebere jedem Arztbesuch entgegen und wir haben irgendwie einen Plan, wie wir vor der Geburt noch in unser neues Zuhause einziehen. Bei meiner Arbeitsstelle wurde die Schwangerschaft und damit verbundene Auszeit zum Großteil sehr positiv aufgenommen, was für mich sehr wichtig ist. Finanziell sollte das alles zum Glück kein Problem darstellen und ja, wir werden sozusagen mit dem Baby das erste Mal ein Haus miteinander teilen. Das ist auch nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, aber man kann im Leben nicht alles (oder überhaupt irgendetwas?) perfekt durchplanen. Deshalb bin ich erstmal mit meiner Jobsituation zufrieden und hoffe, dass wir rechtzeitig vor dem Geburtstermin in unser Haus einziehen können :)

Welche verrückten Geschichten hat euer Leben schon für euch geschrieben?
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aboutpixel.de / Einer für alle .... © Michael Pander
Mit Anfang 20 oder sogar noch Mitte 20 war ich nahezu fest davon überzeugt, dass ich bis zum meinem 30. Geburtstag verheiratet sein würde und mindestens ein Kind zur Welt gebracht haben würde. Willkommen in der Realität: ich habe einmal fast geheiratet und ein Kind ist zurzeit auch nicht geplant. Und mein 31. Geburtstag liegt nur wenige Monate entfernt...

Statt der erträumten Traumhochzeit im Schlosspark bekam ich nach fast 10 Jahren Beziehung eine schreckliche Trennung und eine Kündigung in meinem Job und statt eines Kindes mit mir, hat der Ex nun mit seiner Frau (ja, richtig!) vier Kinder, die nicht seine sind. Ob ich verbittert darüber bin? Traurig? Sauer? Keineswegs!

Ich glaube fest daran, dass alles aus einem guten Grund passiert und wenn ich meine heutige Beziehung mit der damaligen vergleiche, bin ich dankbar, dass alles so gekommen ist. Ich hatte Glück bis zu meinem 30. Geburtstag nicht verheiratet gewesen zu sein und auch auf das Kind warte ich in diesem Fall gern etwas länger als ich früher einmal dachte.

Worüber ich allerdings teilweise wirklich sauer bin, ist der Umgang mit kinderlosen Frauen ab 30 oder sogar schon davor. Artikel in Frauenzeitschriften, die uns Frauen erzählen, dass man ab dem 25. Lebensjahr große Schwierigkeiten haben wird, schwanger zu werden und gleich mit dazu gibt es alle möglichen Tipps für medizinische Maßnahmen. Arbeitskollegen, Familienmitglieder und sogar Freunde, die sagen "Na, viele Jahre hast du nicht mehr Zeit, oder?", "Du siehst zwar nicht aus wie 30, aber deine Ersatzteile sind eben so alt.", "Deine Zeit läuft ab!" usw.
Dass ich Frauen kenne, die daher noch vor der 30 sagen "Mir läuft die Zeit davon" wundert mich daher nicht wirklich. Dass sie ihre Männer mit dieser Einstellung wahrscheinlich von sich weg treiben allerdings auch nicht.

Nicht, dass ich wegen solcher Bemerkungen in Depressionen versinken würde, aber man muss ganz deutlich sagen, dass das Thema Schwangerschaft bei Frauen ab Ende 20 ein sensibles Thema ist. Manchmal weiß man als Frau gar nicht, ob man überhaupt Kinder möchte, bis plötzlich alle Mutter werden und man realisiert, dass man es für sich zumindest nicht ausschließen möchte. Manchmal ist man auch vorher gar nicht in der richtigen Lebenssituation, um solch eine Entscheidung zu treffen.
Es gibt wahrscheinlich nie den perfekten Zeitpunkt, aber ich zumindest möchte ein Kind mit jemandem, der das auch möchte. Ich möchte ein passendes Zuhause und einen festen Job.

aboutpixel.de / A pregnant woman holding a clock. © Mark Chambers

Frauen haben im Gegensatz zu den Männern leider weniger Zeit, sich für eine Familie zu entscheiden. Es ist schon nicht leicht den passenden Mann für ein langanhaltende Beziehung zu finden, aber den Mann zu finden, mit dem man eine Familie gründen kann und der das auch möchte, ist noch schwieriger. Männer sind durchschnittlich in einer Beziehung viel später zu Schritten wie Hochzeit und Familie bereit als eine Frau. Logisch, die Männer haben kaum Zeitdruck. Sie toben sich in der Zeit, in der Frau sich bereits entscheiden muss, lieber aus oder kaufen sich den Sportwagen statt der Familienkutsche.

Daher: Liebe Männer, wenn ihr das lest, seid euch darüber bewusst. Seid fair. Wenn ihr mit einer tollen Frau zusammen seid, von der ihr wisst, dass es ihr größter Wunsch ist, eine Familie zu gründen, dann werdet euch darüber klar, was ihr wollt. Es könnte sonst passieren, dass sie wegen euch auf Familie verzichtet und wenn euch dann 10 Jahre später klar wird, dass ihr doch eine Familie wollt, ist es für sie zu spät.

Generell wünsche ich mir in dieser Thematik in der Gesellschaft etwas mehr Sensibilität. Gerade erst vor kurzem hat ein Nachbar meinen Freund und mich gefragt, ob wir Kinder hätten. Wir verneinten. Die nächste Frage war "Aber kommt noch?". Nun stellt euch vor, ich hätte gerade kürzlich eine Fehlgeburt gehabt oder ich wäre unfruchtbar. Vielleicht will mein Freund ja auch keine Kinder und dies ist ein Streitthema...all diese Dinge kann ein Fremder nicht wissen und trotzdem stellen sie Fragen ohne vorher nachzudenken. Es wird einfach vorausgesetzt, dass jeder im Stande ist Kinder zu bekommen und sie auch will.

Eins ist klar: Wenn die leeren Zimmer in deinem Zuhause von anderen zum Kinderzimmer ernannt werden und die neue Fußbodenheizung angepriesen wird mit "wenn das Baby auf dem Boden ist, friert es auch nicht", bist du wahrscheinlich mindestens 30 und deine Zeit läuft langsam ab ;-)

Was sagt ihr zu dem Thema? Schreibt mir eure Meinung bitte in die Kommentare. Ich bin sehr gespannt darauf, zu lesen, wie ihr darüber denkt :)

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